2008

R�ckblick auf das Jahr 2008

Ergebnis der Wahlen vom 17. Mai 2008:

1.VorsitzenderHansj�rg Wagner
2. VorsitzenderMichael Feneis
Schriftf�hrerinSusanne Rahmann
KassenwartTorsten Kiefer
Kassenpr�fer/inInge Schaumann
Heinz D�mmer

Vorstand wurde um neue fachbezogene Positionen erweitert

Zur qualifizierten Vertretung der Aufgabengebiete "Medizin/Rettungsdienst" und "Psycho-Soziale Unterst�tzung (PSU)" wurden entsprechende Mitglieder mit passender beruflicher T�tigkeit in den erweiterten Vorstand als sachkundige Berater/Beisitzer gew�hlt:

Vereinsarzt u. LNADr. med. Achim Raabe
Beauftragter PSUPfarrer K.-L. Hauth

Wir danken unserem langj�hrigen 2.Vorsitzenden, Dr. med. Achim Raabe, f�r seine bisherige Mitarbeit im gesch�ftsf�hrenden Vorstand und f�r die Bereitschaft, dem Verein weiterhin als Vereinsarztes mit Rat und Tat zur Verf�gung zu stehen.

Dankesch�n an alle aktive Partner und F�rderer

Besonderen Dank richten wir an dieser Stelle auch an die Pfarrerinnen und Pfarrer des prot. Dekants. Ebenso an die Mitglieder des SbE-Teams der Berufsfeuerwehr Kaiserslautern, mit denen wir gemeinsam das SbE-Team Kaiserslautern-Gr�nstadt bilden und in der Region wechselseitig bei Einsätzen sowie Fortbildung aktiv zusammenarbeiten.

Au�erdem danken wir sehr gerne den Mitarbeitern und Einsatzkr�ften der befreundeten Hilfsorganisationen sowie aktiven Partnern bei unseren Einsätzen von ASB, DRK, Feuerwehr und der Polizei f�r stets sehr gute Zusammenarbeit.

Allen unseren F�rderern aus der Bev�lkerung, Politik, Unternehmen und anderen Vereinen/Institutionen d�rfen wir ebenfalls ganz herzlich danken.

Nur gemeinsam k�nnen wir in der Region innovative, qualifizierte und effektive Hilfe-leistungen zur Verbesserung und Erweiterung des Rettungswesens insgesamt entwickeln und zum Wohle der Bev�lkerung umsetzen.

PSU (Krisenintervention, Notfallseelsorge, SbE)

Die Psycho-Soziale Unterst�tzung (PSU) als Oberbegriff f�r "Krisenintervention, Notfall-seelsorge und SbE" wurde im Jahr 2008 deutlich h�ufiger angefordert und hat sich auch bei Gro�eins�tzen bew�hrt.
Zu nennen sind beispielhaft der Einsatz einer Vielzahl von Krisenhelfern und SbE-Kr�ften, auch �ber l�ngere Zeit, bei und nach der Brandkatastrophe in Ludwigshafen (wir berichteten in der Mitgliederinfo April 2008), bei mehreren Vermisstensuchen, schweren t�dlichen Verkehrsunf�llen, der Kreis�bung auf der B 271 bei Bad D�rkheim oder der Siloexplosion nahe Worms.

Bei diesen Gro�eins�tzen wurden etwa 350 Stunden der insgesamt �ber 1000 Helferstunden geleistet.

Die insgesamt 26 Kriseninterventionseins�tze bei Familien fanden h�ufig nachts und an Wochenenden sowie im Ablauf eher still und damit von der nicht direkt betroffenen Bev�kerung fast unbemerkt statt.
Dabei wird in jedem Einsatz meist �ber mehrere Stunden von einem oder mehreren Zweier-Teams (Krisenberater/Seelsorger) sehr konzentriert und vielf�ltig eine psycho-soziale Unterst�tzung (PSU) f�r die betroffenen Klienten geleistet, bis deren eigenes soziales Netz aktiviert ist und wirksam zur psychischen und sonstigen Unterst�tzung genutzt werden kann.

Vereinbarung mit dem Landkreis abgeschlossen

Am 19. November 2008 unterzeichneten die Landr�tin Sabine R�hl sowie der 1. Vorsitzende des FERD e.V. Hansj�rg Wagner im Beisein unter anderem des 1. Kreisbeigeordneten Erhard Freunscht sowie dem Zust�ndigen f�r den Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises, Herrn Dieter Conrad und KFI Martin Lampert, einen Vertrag zur Mitwirkung des FERD e.V. nach LBKG im Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Bad D�rkheim. Damit wurde die bereits seit Jahren bestehende sehr gute Zusammenarbeit nun auch formell nach neuesten Gesichtspunkten geregelt und damit auch unseren Helferinnen und Helfern entsprechende Anerkennung sowie Versicherungsschutz analog den Feuerwehrangeh�rigen gew�hrt.

Mitgliederstruktur und Finanzierung der Hilfeleistungen

Der Verein hat Ende 2008 insgesamt 81 Mitglieder, davon etwa 60 reine F�rdermitglieder.

Zur Finanzierung der Ausbildung, diverser Ausr�stung sowie Einsatz- und Fahrzeugkosten ist der Verein auf Mitgliedsbeitr�ge, Spenden aus der Bev�lkerung, Erl�se aus Veranstaltungen sowie auf die finanzielle Unterst�tzung von Unternehmen und anderen Institutionen angewiesen.

Eine Kostenerstattung z. B. seitens Krankenkassen f�r die akut erbrachten Leistungen gibt es nicht, obgleich die Arbeit des FERD in geeigneter Weise vor allem pr�ventiv und auch unmittelbar im Akuteinsatz m�gliche Folgekosten f�r die Krankenkassen durch die aktive und fr�he Krisenintervention der Vermeidung von ansonsten eher m�glicher posttraumatischer Belastungsst�rungen (Krankheitsbild) dient.

Finanzielle Herausforderungen im Jahr 2008

Die Beschaffung der neuen Einsatzanoraks und Kennzeichnungswesten mit der Aufschrift "PSU" (psycho-soziale Unterst�tzung), in der vom Land Rheinland-Pfalz vorgegebenen Kennzeichnungsfarbe "Lila", f�r den Kriseninterventions- und Notfallseelsorgedienst wurde von der Kreisverwaltung Bad D�rkheim finanziell unterst�tzt.

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Einsatzstruktur und Einsatzstunden im Jahr 2008

 

Kriseninterventions- u. Notfallseelsorge-Einsätze des FERD e.V. im Auftrag der Rettungsleitstelle Ludwigshafen: 31 KID- / NFS-Einsätze

davon:erfolglose Reanimation7x
Selbsttötung7x
Plötzlicher Kindstod0x
Überbringen Todesnachricht7x
Tödlicher Unfall4x
Überfall / Geiselnahme0x
Vermissten-Suche (teilw. Suizidale Handlungen)5x
Sonstige Intervention1x
(Fehleinsatz2x)
433 Helfer - Std. für KID- / NFS-Einsätze
224 Helfer - Std. für KID- / NFS-Aus-/Fortbildung

Außerdem wurden folgende Einsätze geleistet:

Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen (für Einsatzkräfte):
SbE-Einzelgespräch
SbE-Gruppengespräch
SbE-Prävention/Schulung
125 Helfer-Std.
1x
5x
5x
SAN-Einsätze mit der Feuerwehr Grünstadt:
VU / Brände / andere Einsätze
Übungen FW Grünstadt
74 Helfer-Std.

6x
6x
Sanitätsdienste
64 Helfer - Std.
3x
Kocheinsätze
120 Helfer - Std.
2x

 

Insgesamt wurden von den Ehrenamtlichen des FERD e.V. bei 61 Einsätzen über 1000 Einsatz-Stunden im Jahr 2008 geleistet.