SBE

 

Einsatznachsorge               

 

 

 

SbE "Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen"

 

 

 

Seit Mitte 2002 bietet unser Verein eine weitere Form der psychischen Betreuung an. Im Gegensatz zur allgemeinen Krisenintervention richtet sich diese nicht an Angehörige und Opfer eines traumatisierenden Ereignisses selbst, sondern sie soll vor allem den Helfer, den Einsatzkräften in deren akuten Belastungssituationen zu Gute kommen.

 

Die ständige Auseinandersetzung mit Tod und menschlichem Leid geht an Einsatzkräften nicht spurlos vorüber. Besonders nach dramatischen und schwerwiegenden Einsätzen können auch Einsatzkräfte psychische Belastungen entwickeln.

 

SbE ist eine ereignisorientierte Nachsorge für Einsatzkräfte.

 

SbE arbeitet nach dem Konzept des CISM - Critical Incident Stress Management (Dr.Jeffrey T. Mitchell).

 

SbE geht von den individuellen Fähigkeiten der Einzelnen und der vom Einsatz betroffenen Gruppen aus. Wir unterstützen sie bei der Auseinandersetzung mit dem „unnormalen Ereignis“ und begleiten sie durch den Bewältigungsprozess. 

 

Belastende Ereignisse für Einsatzkräfte sind insbesondere:

 

1. Begegnung mit dem Tod:

 

tatsächlicher oder drohender Tod oder schwerste Verletzungen

 

Ø  … eines Kollegen / Kameraden

 

Ø  … von Kindern

 

Ø  Eigene Todesangst

 

2. Erleben von starker Angst:

 

Ø  Angst vor eigener Gefährdung

 

Ø  Schusswaffengebrauch

 

3. Erleben von Hilflosigkeit:

 

Ø  Große Anzahl von Toten und Verletzten

 

Ø  Starkes Medieninteresse

 

4. Erleben von Entsetzen:

 

Ø  Persönlich bekannte Opfer

 

Ø  Bezug zur eigenen Biographie

 

Ø  Eigene Identifikation mit dem Opfer

 

Ø  Verwechslungen / Erinnerungen

 

5. Jedes andere Ereignis, das eine ungewöhnlich belastende Wirkung hat. z.B.:

 

Ø  Ekel

 

Ø  Versagen der Technik

 

Ø  Verlieren des Überblicks

 

Nur allzu leicht kann man sich vorstellen, dass solche Ereignisse, selbst professionellste Helfer nicht "kalt" lassen und sie über Tage, Wochen und Monate hin immer wieder beschäftigen und aufwühlen können.

 

Auch können in dieser Zeit weitere psychologische und physiologische Symptome bei den Einsatzkräften auftreten die, sich in seltenen Fällen auch zu einer Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS ) ausbilden kann.

 

Doch Hilfe und Heilung ist möglich.

 

Ziel der SbE-Interventionen ist es Männer und Frauen bei der Stabilisierung zu unterstützen, zur Minderung der Reaktionen (Symptome) beizutragen und so die Rückkehr zur normalen Funktionsfähigkeit zu ermöglichen.

 

SbE ermutigt zu effektiver Stressbewältigung und organisiert, wenn nötig weitergehender Unterstützung.

 

Unser SbE-Team besteht zurzeit aus 3 psychosozialen Fachkräften und 7 sogenannten Peers, also SbE-Fachleute, die selbst Einsatzkräfte sind oder waren.

 

 

Eine Anforderung unseres SbE Teams erfolgt, genau wie die der Krisenintervention, über die Rettungsleitstelle Ludwigshafen.

 

Aber auch ein „privater“ vertraulicher Kontakt von Einsatzkräften zu unserem Team ist möglich.

 

 

 

Wenden Sie sich an unsere SbE-Team.

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